Systemwerk RLP – Wissen für die Kinder- und Jugendhilfe

Weiterbildungen Systemische Elternberatung

Zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Systemische Soziale Arbeit (DGSSA)

Systemische Elternberatung

Berufsbegleitende Weiterbildung in systemischer Gesprächsführung und Veränderungsarbeit mit Eltern.

Für wen: Fachkräfte, die Familien in Krisen oder bei Erziehungsfragen begleiten – Schulsozialarbeit, Kita und Hort, SPFH und ambulante Hilfen, Jugendhilfe, Familienberatung, heilpädagogisch-therapeutische Arbeit, Coaching.

3.045 €

inkl. Unterlagen und kleiner Verpflegung; als anerkannter Bildungsanbieter von der Mehrwertsteuer befreit

Umfang
200 UE: 150 UE Präsenz (60 Theorie, 75 Methoden, 15 Sozial-/Selbstkompetenz) + 50 UE Supervision
Termine
Modul I: 15.–17.11.2027
Modul II: 10.–12.01.2028
Modul III: 06.–08.03.2028
Modul IV: 10.–12.05.2028
Modul V: 04.–06.09.2028
Modul VI: 27.–29.11.2028
Modul VII: 17.–19.01.2029
Zeiten
Tag 1: 9:30–18:00 Uhr
Tag 2: 9:00–18:00 Uhr
Tag 3: 9:00–17:00 Uhr
Ort
AKASA Seminarhaus, Gipserstraße 15, 67433 Neustadt/Weinstraße
Abschluss
Teilnahmezertifikat des Systemwerks RLP
Anerkennung
Weiterbildung zertifiziert durch die DGSSA, akkreditiert 2026–2031 · Urkunde (PDF)
Digitales Abzeichen
für E-Mail-Signatur, LinkedIn und berufliche Profile

Im Mittelpunkt stehen elterliche und professionelle Präsenz, Beziehung und lösungsorientiertes Arbeiten mit Familien in allen Lebenslagen und Familienformen. Methodischer Hintergrund: Haim Omer (Elterliche Präsenz, Gewaltloser Widerstand), Jesper Juul und das Familienhaus nach Engel & Klotmann.

Kurz erklärt: Was ist systemische Elternberatung? · Was ist Neue Autorität?

Logo der Weiterbildung Systemische Elternberatung: Siegel mit zwei Personen in zwei Puzzleteilen

Worum es geht

Systemisches Denken und Handeln hat sich in den letzten Jahren weit ausdifferenziert: systemische Beratung und Therapie, Multifamilientherapie, Kinder- und Jugendlichentherapie, Traumapädagogik, Elterncoaching nach Haim Omer. Viele dieser Ausbildungen sind hoch spezialisiert und auf bestimmte Settings zugeschnitten. Für die Arbeit mit Eltern in der Kinder- und Jugendhilfe braucht es dieses Settingverständnis nicht, sondern etwas anderes: eine klare Haltung, die eigene Präsenz, ein Verständnis von Erziehungssituationen und Konfliktdynamiken und viele hilfreiche Methoden, die konkret geübt werden.

Genau das fasst die Systemische Elternberatung zusammen. Sie greift den Gedanken der elterlichen Präsenz auf, die Handlungsfähigkeit der Eltern wiederherzustellen, und differenziert ihn mit dem Familienhaus nach Jesper Juul und Engel & Klotmann für alle Lebenslagen und Familienkonstellationen aus. Das Ergebnis ist zielgerichtetes, maßgeschneidertes Arbeiten mit Eltern in unterschiedlichsten Arbeitsfeldern.

Immer dann, wenn es um die elterliche Rolle und die Handlungskompetenz geht.Aus dem Konzept der Weiterbildung

Warum gerade jetzt: ein Kampf um Autorität

Ob zu Hause, in der Schule oder in der Jugendhilfe: Eltern wollen ihre Kinder zu selbstbewussten, mündigen Menschen erziehen – und das ist gut so. Doch wie lässt sich dieser Anspruch mit klaren Grenzen verbinden? Wie handeln Eltern und Fachkräfte wertschätzend und zugleich bestimmt, ohne in alte Muster von Strafe und Sanktion zu verfallen?

Kinder und Jugendliche sind heute wacher, selbstständiger und oft erstaunlich geschickt darin, Grenzen zu testen. Sie spüren sofort, wenn Erwachsene unsicher werden. So entsteht leicht ein Teufelskreis: Der Wunsch nach Klarheit kippt in Kontrolle, und Beziehung wird zum Machtspiel.

Solche Situationen sind längst kein Einzelfall. Familien stehen unter größerem Druck, soziale Netze brechen weg, und die Rolle der Eltern als verlässliche Orientierung gerät ins Wanken. Fachkräfte in Jugendhilfe, Schule und Beratung erleben zunehmend Eltern, die sich in scheinbar ausweglosen Erziehungssituationen wiederfinden und schnelle, wirksame Unterstützung suchen. Systemische Elternberatung setzt genau hier an: lösungsorientiert, kompetenzorientiert und ressourcenstark. Eltern gewinnen Entscheidungssicherheit und Handlungsbereitschaft zurück, im Einklang mit ihren Werten und ihrem Erziehungsauftrag.

„Er weiß genau, wie weit er bei welchem Betreuer gehen kann. Einer Praktikantin hat er schon Wasser über den Kopf gegossen – und führt die Gruppe wie ein kleiner Boss. Am Ende kapitulieren die Erwachsenen.“

Aus einer Wohngruppe

„Im Elterngespräch schaut die Mutter aufs Handy – das Kind tut es ihr im Unterricht gleich. Wie soll man da noch pädagogisch wirken?“

Aus der Schule

„Meine Tochter ist 14, trifft sich mit Älteren, die Drogen nehmen. Sie kommt und geht, wie sie will – ich habe keine Kontrolle mehr.“

Aus einer Elternberatung

Wo das Konzept wirkt

  • Schulen: Erziehungs- und Beziehungskompetenz von Lehrkräften und Eltern stärken
  • Stationäre und ambulante Jugendhilfe: Familiensysteme deeskalieren und stabilisieren
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie: etwa am Zentrum für Psychosoziale Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg, wo der gesamte Lehrgang als Inhouse-Weiterbildung lief
  • Elterngruppen und Beratungsstellen: Unterstützung bei Erziehungsfragen und Konfliktdynamiken
  • Unternehmen und Organisationen: Mitarbeiterführung, Familienfreundlichkeit, soziale Kompetenz

Die Erfahrungen zeigen: Systemische Elternberatung fördert Kooperation statt Konfrontation und stärkt Eltern wie Fachkräfte in ihrer Selbstwirksamkeit. Sie schafft Klarheit, wo Unsicherheit herrscht, und eröffnet Wege zu einem respektvollen, wirksamen Miteinander von Erwachsenen und Kindern.

Was Sie mitnehmen

  • Sie verstehen, wie familiäre Beziehungen, Rollen und Dynamiken das Verhalten von Eltern und Kindern beeinflussen.
  • Sie reflektieren die eigene Rolle und Wirkung in Beratungsprozessen.
  • Sie erkennen wichtige Zusammenhänge in Familiensystemen und können diese für die Beratung nutzen.
  • Sie arbeiten mit erprobten lösungs- und ressourcenorientierten Methoden, die sich direkt in der Praxis einsetzen lassen.
  • Sie entwickeln gemeinsam mit Eltern konkrete Hilfeprozesse, die Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit stärken.
  • Sie erweitern Ihre systemische Kommunikationskompetenz und gewinnen mehr Sicherheit in anspruchsvollen Beratungssituationen.
  • Sie lernen das Familienhaus als zentrales Beratungsinstrument kennen und können es auch in anderen Kontexten, etwa in Patchworkfamilien oder der Paarberatung, anwenden.

Aufbau der Weiterbildung

Sieben Module à drei Tage im Seminarhaus AKASA, berufsbegleitend über etwa 15 Monate. Drei Module haben den Schwerpunkt Supervision: Dort arbeiten Sie an Fällen aus Ihrem eigenen Arbeitsfeld.

  1. Modul I · 15.–17.11.2027

    Autorität durch Beziehung

    • Elterliche und professionelle Präsenz als systemisches Konzept
    • Haltung von Wertschätzung, Respekt und „guter Absicht“; Bündnisrhetorik: Körperhaltung und Sprache
    • Grundhaltungen des Gewaltlosen Widerstands und die Interventionen, die daraus folgen
    Inhalte im Detail anzeigen

    Weitere Themen

    • Eskalationsmuster und Deeskalationsstrategien
    • Beziehungs-, Versöhnungs- und Wiedergutmachungsgesten

    Die Teilnehmenden …

    • verstehen das Konzept der „Neuen Autorität“ nach Haim Omer und die Dimensionen einer guten Beziehung
    • erkennen Eskalationsdynamiken und können angemessen intervenieren
    • reflektieren die eigene Präsenz und entwickeln Strategien zur Selbstregulation
    • nutzen soziale Unterstützung gezielt und stärken ihre elterliche bzw. professionelle Handlungskompetenz

    Außerdem im Modul

    • Wachsame Sorge und ihre Interventionen
    • Soziale Unterstützung: Möglichkeiten und Grenzen
    • Strategien zur Wiedererlangung von Präsenz
    • Handlungsspielräume und Ausstiegsmöglichkeiten erkennen
    • Selbstreflexion: eigene Stärken, Ressourcen und Präsenz
    • Die neue Gruppe als Lernfeld: die eigene Wirkung im Hinblick auf Nähe und Distanz erfahren
  2. Modul II · 10.–12.01.2028

    Grundlagen systemischen Denkens und Handelns

    • Was systemische Elternberatung ist – Einführung anhand systemischer Theorie
    • Haltungen und Prinzipien: Neutralität, Allparteilichkeit, Kontextklärung, Auftragsklärung
    • Beziehungsmuster und -dynamiken, Kommunikation
    Inhalte im Detail anzeigen

    Weitere Themen

    • Genogrammarbeit und Ressourcenarbeit

    Die Teilnehmenden …

    • verstehen die Prinzipien systemischer Beratung und ihre Entwicklung
    • erkennen die Bedeutung von Rollen, Beziehungen und Wechselwirkungen in sozialen Systemen
    • entwickeln die Haltung einer systemischen Elternberaterin bzw. eines systemischen Elternberaters
    • stärken ihre Auftragsklärung und Zieldefinition

    Außerdem im Modul

    • Einführung in die systemische Arbeit (Plattenübung) und ihre Geschichte
    • Reflexion: Welchen Systemen gehöre ich an?
    • Veränderung und Nichtveränderung nach Virginia Satir
    • Typen von Klient:innen und ihre Bedürfnisse
    • SMARTe Ziele, Modelle zu Motivation und Veränderung
    • Ablaufplan einer systemischen Beratung
  3. Modul III · 06.–08.03.2028

    Systemische Fragetechniken und Kommunikation

    • Schwerpunkt Supervision: Fallbearbeitung aus dem eigenen Arbeitsfeld
    • Interventionstechniken und Methoden der systemischen Elternberatung
    • Fragetechniken: zirkuläre Fragen, Ausnahmefragen, Skalierungsfragen, hypothetische Fragen, lösungsorientierte Fragen, Wunderfrage
    Inhalte im Detail anzeigen

    Die Teilnehmenden …

    • kennen die Kommunikationsmodelle von Friedemann Schulz von Thun und Virginia Satir
    • setzen Ich-Botschaften, kontrollierten Dialog und gewaltfreie Kommunikation ein
    • bilden Hypothesen und nutzen sie zur Fallreflexion
    • bringen Eltern in schwierigen Situationen wieder ins Zuhören

    Außerdem im Modul

    • Kommunikationsquadrat und Eisbergmodell
    • Paradoxe Fragen und positiv gerichtete Fragestellungen
    • Lösungsfokussierter Ansatz in der Partnerübung
    • Umgang mit „Streiteltern“ und schwierigen Gesprächssituationen
    • Ein Tag Supervision und kollegiale Beratung
  4. Modul IV · 10.–12.05.2028

    Die Elternrolle aus systemischer Sicht: das Familienhaus

    • Einführung des Familienhauses nach Juul und Engel & Klotmann: Rollen, Aufgaben, Bedürfnisse
    • Die eigene Herkunftsfamilie im Familienhaus, Familienregeln
    • Beginn einer Elternberatung: von der Anmeldung zum Erstinterview, Auftragsklärung, Setting, Kontextarbeit
    Inhalte im Detail anzeigen

    Die Teilnehmenden …

    • verstehen die Elternrolle aus systemischer Perspektive
    • erkennen die Wirkung von Regeln und Tabus auf die Elternrolle
    • nutzen das Familienhaus zur Fallreflexion und in der Beratung
    • reflektieren eigene Prägungen und ihren Einfluss auf die professionelle Haltung

    Außerdem im Modul

    • Bedürfnispyramide nach Maslow
    • Regeln 1. und 2. Ordnung, Tabus in Familien und in der Beratung
    • Übungen: Rollen im Einzelzimmer, Zufriedenheit im Flachdachbungalow, Rollen im Familienhaus
    • Fallarbeit: Bedürfnisse in den Zimmern des Familienhauses
    • Beraterübung im Plenum: zwei Berater:innen, zwei Elternteile
  5. Modul V · 04.–06.09.2028

    Entwicklung systemisch gedacht

    • Erziehungswerte und Erziehungsziele
    • Entwicklungsaufgaben in den Familienphasen
    • Entwicklungspsychologie: Ich-Entwicklung, Formen des Bindungsverhaltens
    Inhalte im Detail anzeigen

    Weitere Themen

    • Pubertät, Geschwisterebenen
    • Schwerpunkt Supervision mit eigenen Fällen

    Die Teilnehmenden …

    • verstehen Entwicklung und Erziehung aus systemischer Sicht
    • kennen Bindungstheorien und ihre Bedeutung für die Elternarbeit
    • ordnen typische Herausforderungen der Pubertät systemisch ein
    • reflektieren eigene Erziehungserfahrungen und ihren Einfluss auf die Beratung

    Außerdem im Modul

    • Familienphasen im Lebenszyklus
    • Erziehungsziele und -stile im historischen Wandel
    • Bindungstheorie und Bindungstypen
    • Geschwisterkonstellationen
    • Pubertät nach Jan-Uwe Rogge
    • Filmimpuls „Wege aus der Brüllfalle“
    • Ein Tag Supervision mit eigenen Fällen
  6. Modul VI · 27.–29.11.2028

    Besondere Familienformen

    • Alleinerziehende, Patchwork-, Adoptiv- und Pflegefamilien, binationale Familien und Familien mit Migrationsgeschichte
    • Symbolarbeit, Reframing, Rituale, Inneres Team, Abschlusskommentar
    • Schwerpunkt Supervision mit eigenen Fällen
    Inhalte im Detail anzeigen

    Die Teilnehmenden …

    • kennen verschiedene Familienformen und ihre systemischen Besonderheiten
    • nutzen Rituale und die Arbeit mit inneren Anteilen in der Beratung
    • setzen kreative Methoden wie das Familienbrett gezielt ein
    • verstehen Patchworkhaus und Pflegefamilienhaus nach Engel & Klotmann als Reflexionsinstrumente

    Außerdem im Modul

    • Reframing als systemische Intervention
    • Das Innere Team, Abschlussinterventionen
    • Familienbrett als Visualisierungsmethode
    • Patchworkhaus und Pflegefamilienhaus
    • Selbsterfahrung: Rituale im eigenen Leben
    • Ein Tag Supervision mit eigenen Fällen
  7. Modul VII · 17.–19.01.2029

    Umgang mit Stress und Krisen

    • Entstehung und Verlauf von Krisen: Merkmale, Auslöser, Bewältigungsmuster
    • Sinn von Krisen und ihre Herausforderung; Krisenberatung
    • Der eigene Umgang mit Krisen in der systemischen Elternberatung
    Inhalte im Detail anzeigen

    Weitere Themen

    • Abschied und Abschluss der Weiterbildung

    Die Teilnehmenden …

    • erkennen Stress- und Krisensignale im Beratungsprozess
    • verstehen Krisen systemisch und begleiten sie professionell
    • reflektieren eigene Bewältigungsstrategien und gestalten Abschiede bewusst
    • bringen das Gelernte aus allen Modulen in die eigene Beratungspraxis

    Außerdem im Modul

    • Stressmuster nach Virginia Satir
    • Die fünf Säulen der Identität nach Petzold
    • Abgrenzung Stress – Problem – Trauma – Krise; normative Krisen
    • Krisenbewältigungstypen und Aufgaben der Elternberatung in der Krise
    • Selbstfürsorge im Beratungsalltag
    • Große Fallarbeit und gemeinsame Evaluation der Weiterbildung

Verschiebungen einzelner Inhalte oder ergänzende Exkurse innerhalb der Module können aus didaktischen Gründen nötig werden. Zu jedem Modul gibt es Unterrichtsskripte und Hinweise auf vertiefende Literatur. Einzelne Module können von früheren Teilnehmenden nachgeholt werden.

Wie wir arbeiten

Theorie und praktische Übungen greifen in der Weiterbildung kontinuierlich ineinander. Wir arbeiten mit Rollenspielen, Aufstellungen, Visualisierungen, Gesprächsübungen, Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit sowie an konkreten Fällen aus Ihrem beruflichen Alltag.

Besonderen Wert legen wir auf den Transfer in die Praxis. Die Inhalte werden fortlaufend auf das eigene Arbeitsfeld bezogen und an die Dynamik der Lerngruppe angepasst.

Grundlage sind die Haltung des systemischen Arbeitens sowie die Modelle von Haim Omer, Arist von Schlippe, Jesper Juul sowie Engel & Klotmann.

Supervision

In den Modulen III, V und VI steht jeweils ein ganzer Tag für Supervision zur Verfügung. Sie bringen eigene Fälle mit, reflektieren Ihr Vorgehen und entwickeln neue Handlungsmöglichkeiten. Darüber hinaus ist supervisorische Reflexion Bestandteil aller Module.

Prozesstagebuch und Evaluation

Nach jedem Modul halten Sie fest, was Sie mitnehmen und was Sie bis zum nächsten Treffen umsetzen möchten. Zu Beginn des folgenden Moduls greifen wir diese Erfahrungen wieder auf. So entsteht eine Brücke zwischen Weiterbildung und beruflichem Alltag.

Am Ende der Weiterbildung steht eine anonyme Gesamtevaluation.

„Lustig, offen, interessant, viel Selbsterfahrung und Abwechslung.“

Aus der Abschlussevaluation

„Abwechslungsreiche Darbietung: Zuhören, Rollenspiele, Gruppenarbeiten.“

Aus der Abschlussevaluation

Abschluss und Anerkennung

Abschluss

Teilnahmezertifikat des Systemwerks RLP

Nach der Weiterbildung erhalten Sie das Teilnahmezertifikat „Systemische Elternberatung“ mit der detaillierten Auflistung aller Inhalte und Anwesenheitszeiten.

Anerkennung

Zertifiziert durch die DGSSA

Die Weiterbildung selbst ist von der Deutschen Gesellschaft für Systemische Soziale Arbeit (DGSSA) nach den Richtlinien des Fachverbands zertifiziert und anerkannt, akkreditiert für 2026 bis 2031.

Gut zu wissen

Für wen
Psychosoziale Fachkräfte in ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtungen; ebenso Fachkräfte aus heilpädagogisch-therapeutischen Arbeitsbereichen und beratende Fachkräfte, die die Elternberatung als Coachinginstrument nutzen wollen. Der Schwerpunkt liegt in der Sozialen Arbeit, als Beratung für Eltern. Voraussetzung für die Supervisionsmodule ist, dass Sie die Lerninhalte während der Weiterbildung im eigenen Arbeitsbereich umsetzen können.
Was Sie mitbringen
Sie bringen eine abgeschlossene Hochschul- oder Berufsausbildung im Sozialwesen und mindestens ein Jahr Berufserfahrung mit. Der Lehrgang startet jährlich mit etwa 10 bis 18 Teilnehmenden.
Seminartage
Tag 1: 9:30–18:00 Uhr, Tag 2: 9:00–18:00 Uhr, Tag 3: 9:00–17:00 Uhr; jeweils zwei Pausen à 15 Minuten und 1½ Stunden Mittagspause.
Umsatzsteuer
Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz hat bescheinigt, dass unsere systemischen Weiterbildungen ordnungsgemäß auf einen Beruf vorbereiten (§ 4 Nr. 21 a) bb) UStG). Deshalb sind sie von der Umsatzsteuer befreit; alle Preise sind Endpreise.
Bildungsfreistellung
Die Anerkennung der Weiterbildung nach dem Bildungsfreistellungsgesetz Rheinland-Pfalz haben wir beantragt. Sobald der Bescheid vorliegt, steht es hier und im Anmeldeformular.
QualiScheck
Der QualiScheck Rheinland-Pfalz kann für diese Weiterbildung derzeit nicht eingelöst werden.
Für Arbeitgeber und Anträge
Für eine Kostenübernahme oder Freistellung schicken wir Ihnen gern das ausführliche Programm mit Lernzielen, Modulbeschreibungen und Stundenplan. Programm anfragen
Als Inhouse-Lehrgang
Die Weiterbildung lässt sich auch komplett für ein Team oder eine Einrichtung durchführen, wie bereits in einer psychiatrischen Universitätsklinik. Inhouse anfragen
Literatur zur Weiterbildung
  • Beaulieu, Danie: Impact-Techniken für die Psychotherapie. Carl-Auer, 2013
  • Berg, Insoo Kim: Familien-Zusammenhalt(en). Ein kurztherapeutisches und lösungsorientiertes Arbeitsbuch. Verlag modernes Lernen, 2015
  • Bohne, Michael: Bitte klopfen. Carl-Auer, 2019
  • Bohne, Michael: Klopfen mit PEP. Carl-Auer, 2019
  • Caby, Filip; Caby, Andrea: Die kleine psychotherapeutische Schatzkiste, Teil 1. Borgmann Media, 2009
  • Caby, Filip; Caby, Andrea: Die kleine psychotherapeutische Schatzkiste, Teil 2. Borgmann Media, 2013
  • Conen, Marie-Luise: Ungehorsam – eine Überlebensstrategie. Professionelle Helfer zwischen Realität und Qualität. Carl-Auer, 2014
  • Conen, Marie-Luise; Cecchin, Gianfranco: Wie kann ich Ihnen helfen, mich wieder loszuwerden? Therapie und Beratung mit unmotivierten Klienten und in Zwangskontexten. Carl-Auer, 2016
  • Dreikurs, Rudolf; Grey, Loren: Kinder lernen aus den Folgen. Wie man sich Schimpfen und Strafen sparen kann. Herder, 2007
  • Eder, Sigrun; Rebhandl-Schartner, Petra; Gasser, Evi: Annikas andere Welt. Edition Riedenburg, 2013
  • Eger, Frank: Einführung in die lösungsorientierte Soziale Arbeit. Carl-Auer, 2016
  • Freeman, Arthur; DeWolf, Rose: Die 10 dümmsten Fehler kluger Leute. Piper, 1999
  • Furman, Ben; Dierolf, Kirsten: Ich schaffs! Spielerisch und praktisch Lösungen mit Kindern finden. Carl-Auer, 2015
  • Glöckner, Angelika: Lieber Vater, liebe Mutter. Sich von den Schatten der Kindheit befreien. Kreuz, 2013
  • Gray, John: Männer sind anders. Frauen auch. Goldmann, 2013
  • Haug-Schnabel, Gabriele; Bensel, Joachim: Grundlagen der Entwicklungspsychologie. Die ersten 10 Lebensjahre. Herder, 2017
  • Hosemann, Wilfried; Geiling, Wolfgang: Einführung in die Systemische Soziale Arbeit. Ernst Reinhardt, 2013
  • Imber-Black, Evan; Roberts, Janine; Whiting, Richard A. (Hrsg.): Rituale in Familien und Familientherapie. Carl-Auer, 2006
  • Juul, Jesper: Aus Stiefeltern werden Bonuseltern. Beltz, 2015
  • Juul, Jesper: Nein aus Liebe. Klare Eltern – starke Kinder. Beltz, 2014
  • Juul, Jesper; Schöps, Kerstin: Elterncoaching. Gelassen erziehen. Beltz, 2014
  • Kannicht, Andreas; Schmid, Bernd: Einführung in systemische Konzepte der Selbststeuerung. Carl-Auer, 2015
  • Kindl-Beilfuß, Carmen: Fragen können wie Küsse schmecken. Carl-Auer, 2015
  • Klein, Rudolf; Kannicht, Andreas: Einführung in die Praxis der systemischen Therapie und Beratung. Carl-Auer, 2011
  • Kleve, Heiko: Ambivalenz, System und Erfolg. Provokationen postmoderner Sozialarbeit. Carl-Auer, 2007
  • Krähenbühl, Verena; Jellouschek, Hans; Kohaus-Jellouschek, Margarete; Weber, Roland: Stieffamilien. Struktur – Entwicklung – Therapie. Lambertus, 2011
  • Kraus, Björn: „Lebensweltliche Orientierung“ statt „instruktive Interaktion“. Verlag für Wissenschaft und Bildung, 2000
  • Kron-Klees, Friedhelm: Familien wach begleiten. Von der Probleminszenierung zur Lösungsfindung. Lambertus, 2008
  • Lattschar, Birgit; Wiemann, Irmela: Mädchen und Jungen entdecken ihre Geschichte. Grundlagen und Praxis der Biografiearbeit. Juventa, 2011
  • Leman, Kevin; Lardon, Thomas: Geschwisterkonstellationen. Die Familie bestimmt Ihr Leben. mvg, 2014
  • Miller, Scott D.; Berg, Insoo Kim: Die Wunder-Methode. Verlag modernes Lernen, 2003
  • Omer, Haim; von Schlippe, Arist: Autorität ohne Gewalt. „Elterliche Präsenz“ als systemisches Konzept. Vandenhoeck & Ruprecht, 2017
  • Omer, Haim; von Schlippe, Arist: Autorität durch Beziehung. Die Praxis des gewaltlosen Widerstandes in der Erziehung. Vandenhoeck & Ruprecht, 2016
  • Prekop, Jirina: Erstgeborene. Über eine besondere Geschwisterposition. Kösel, 2014
  • Prior, Manfred; Tangen, Dieter: MiniMax-Interventionen. 15 minimale Interventionen mit maximaler Wirkung. Carl-Auer, 2002
  • Rech-Simon, Christel; Simon, Fritz B.: Survival-Tipps für Adoptiveltern. Carl-Auer, 2014
  • Ritscher, Wolf: Einführung in die systemische Soziale Arbeit mit Familien. Carl-Auer, 2006
  • Rodd, Jillian: Kleine Kinder verstehen. Carl-Auer, 2000
  • Rogge, Jan-Uwe: Ängste machen Kinder stark. Rowohlt, 2014
  • Rogge, Jan-Uwe: Das neue Kinder brauchen Grenzen. Rowohlt, 2009
  • Rogge, Jan-Uwe: Eltern setzen Grenzen. Partnerschaft und Klarheit in der Erziehung. Rowohlt, 2014
  • Rogge, Jan-Uwe: Pubertät. Loslassen und Haltgeben. Rowohlt, 2015
  • Romeike, Gerd; Imelmann, Horst (Hrsg.): Eltern verstehen und stärken. Analysen und Konzepte der Erziehungsberatung. Juventa, 2010
  • Rosenberg, Marshall B.: Gewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Lebens. Junfermann, 2016
  • Rotthaus, Wilhelm: Wozu erziehen? Entwurf einer systemischen Erziehung. Carl-Auer, 2007
  • Rotthaus, Wilhelm; Trapmann, Hilde: Auffälliges Verhalten im Jugendalter. Verlag modernes Lernen, 2013
  • Rotthaus, Wilhelm; Trapmann, Hilde: Auffälliges Verhalten im Kindesalter. Verlag modernes Lernen, 2013
  • Satir, Virginia: Selbstwert und Kommunikation. Familientherapie für Berater und zur Selbsthilfe. Klett-Cotta, 2016
  • von Schlippe, Arist: Familientherapie im Überblick. Basiskonzepte, Formen, Anwendungsmöglichkeiten. Junfermann, 2010
  • von Schlippe, Arist; Grabbe, Michael: Systemische Therapie und Beratung. Vandenhoeck & Ruprecht, 2012
  • von Schlippe, Arist; Grabbe, Michael (Hrsg.): Werkstattbuch Elterncoaching. Elterliche Präsenz und gewaltloser Widerstand in der Praxis. Vandenhoeck & Ruprecht, 2012
  • von Schlippe, Arist; el Hachimi, Mohammed; Jürgens, Gesa; Özdemir, Cem: Multikulturelle systemische Praxis. Carl-Auer, 2013
  • von Schlippe, Arist; Schweitzer, Jochen: Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung, Band 1 (2003) und Band 2 (2015). Vandenhoeck & Ruprecht
  • von Schlippe, Arist; Schweitzer, Jochen: Systemische Interventionen. Vandenhoeck & Ruprecht, 2010
  • Schmidt-Bott, Regula (Hrsg.): Adoptierte suchen ihre Herkunft. Vandenhoeck & Ruprecht, 1995
  • Schnack, Dieter; Neutzling, Rainer: Kleine Helden in Not. Jungen auf der Suche nach Männlichkeit. Rowohlt, 2011
  • Schulz von Thun, Friedemann: Miteinander reden, Bände 1–4. Rowohlt, 2008
  • Simon, Fritz B.: Einführung in die (System-)Theorie der Beratung. Carl-Auer, 2014
  • Simon, Fritz B.; Rech-Simon, Christel: Zirkuläres Fragen. Systemische Therapie in Fallbeispielen. Carl-Auer, 2016
  • Sparrer, Insa: Wunder, Lösung und System. Lösungsfokussierte Systemische Strukturaufstellungen. Carl-Auer, 2014
  • Steiner, Therese; Berg, Insoo Kim: Handbuch lösungsorientiertes Arbeiten mit Kindern. Carl-Auer, 2019
  • Tsirigotis, Cornelia; von Schlippe, Arist; Schweitzer-Rothers, Jochen (Hrsg.): Coaching für Eltern. Mütter, Väter und ihr „Job“. Carl-Auer, 2015
  • Ulsamer, Gabriele; Ulsamer, Bertold: Spielregeln des Familienlebens. Herder, 2006
  • Watzlawick, Paul; Beavin, Janet H.; Jackson, Don D.: Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien. Huber, 2011
  • Weber, Gunthard; Hellinger, Bert (Hrsg.): Zweierlei Glück. Carl-Auer, 2013
  • Weber, Matthias; Alberstötter, Uli; Schilling, Herbert (Hrsg.): Beratung von Hochkonflikt-Familien im Kontext des FamFG. Beltz Juventa, 2013
  • Weinberger, Sabine: Klientenzentrierte Gesprächsführung. Beltz Juventa, 2013
  • Wiemann, Irmela; Jablonski, Volker: Pflege- und Adoptivkinder. Rowohlt, 2003
Lehrende

Alle Dozent:innen sind von ihrer Grundqualifikation oder ihrer Praxis her Sozialarbeiter:innen bzw. Vertreter:innen der Sozialen Arbeit.

  • Leitung: Philipp Wradatsch, Dipl.-Sozialarbeiter/Dipl.-Sozialpädagoge, Heilpraktiker für Psychotherapie, Systemischer Berater und Therapeut (SG), Systemischer Mediator und Supervisor (SG); Geschäftsführer und Inhaber der Kinder- und Jugendhilfe MIO.
  • Anna-Lena Duttenhöffer, Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin B.A., Systemische Elterncoach, Systemische Beraterin und Therapeutin, zertifiziert im pädagogischen behavioristischen Psychodrama, insoweit erfahrene Fachkraft (§ 8a SGB VIII).
  • Sarah Schmitt, Dipl.-Pädagogin, Systemische Beraterin und Therapeutin, Traumapädagogin / Traumazentrierte Fachberaterin.
  • Kathrin Keiber, Dipl.-Pädagogin, Systemischer Elterncoach, Systemische Beraterin und Therapeutin, Traumapädagogin und Traumafachberaterin.

Zum Team

Akkreditiert durch die Deutsche Gesellschaft für Systemische Soziale Arbeit (DGSSA), gültig 2026–2031. Urkunde ansehen (PDF)

Systemische Elternberatung · 3.045 €Anmelden →